FLiP

FLiP – Fördern/Fordern – Lernen – individuelle Projekte

Die JKS hat das Unterrichtskonzept „FLiP“ – Fördern/Fordern – Lernen – individuelle Projekte – im Sommer 2016 auf den Weg gebracht, um allen Schülerinnen und Schülern, deren individuellen Bedürfnissen und den Bedingungen der Schule gerecht zu werden. Als Gütesiegelschule ist uns die individuelle Begleitung, Unterstützung und Förderung / Forderung der Lernenden oberstes Gebot. Das Konzept wird kontinuierlich evaluiert und modifiziert. Bis 2018 wollen wir dieses Konzept fest im Schulprogramm verankern.

Was ist neu?

  1. Es gibt für alle Klassen mindestens eine verbindliche FLiP-Zeit pro Tag. Hier sind die Klassen vorbehaltlich der personellen Versorgung doppelt besetzt.
  2. Die FLiP-Stunden liegen in den jeweiligen Klassenstufen idR parallel – zB in der 5. Stunde. So wird auch klassenübergreifendes und mE auch stufenübergreifendes Arbeiten ermöglicht.
  3. Die Kinder arbeiten an sogenannten FLiP-Plänen.
  4. Die Hausaufgaben sind umbenannt in „individuelle Übungsaufgaben“. Die Lehrkraft entscheidet individuell, ob das Kind Übungsaufgaben oder Aufgaben aus dem FLiP-Plan mit nach Hause nimmt (zB als Non-OGS-Kind) oder diese in der „OGS-Klassenstunde“ bearbeitet (zB als OGS-Kind).

In der FLiP-Zeit, die in der Regel nach der großen Pause liegt, sind die Klassen zumeist doppelt besetzt mit Unterstützung der GL-Lehrkräfte und OGS-Mitarbeiter, sofern die personellen Bedingungen dies ermöglichen. Die Lehrkraft legt den Inhalt dieser Zeit fest. Es können u.a. in dieser Zeit stattfinden:

  • Förder-/Forderunterricht
  • Individuelle (Klassen-)Projekte
  • Individuelles Üben in Einzelförderung oder in Gruppen
  • Klassenunterricht (zB Ma, De, Su)

Die physiologischen Bedürfnisse der Kinder spielen im Schulalltag eine große Rolle, die Kinder lernen konzentrierter, wenn sie ausgeruht sind und sie ausreichend Zeit für Entspannung und Erholung im Schulalltag haben. Daher haben wir unsere Pausenzeiten angepasst. Um kurz vor 10 Uhr findet eine „kleine“ Spielpause von 15min statt. Hier ist erfahrungsgemäß die Konzentrationsfähigkeit der Kinder noch ausreichend, so dass eine kleine Erholungsphase ausreichend ist für die 3. und 4. Stunde. Gegen Mittag benötigen die Kinder eine größere Rekreationsphase, um konzentriert und aufmerksam dem Unterricht folgen und lernen zu können. So gibt es um 11.35 Uhr eine „große“ Pause von 25min vor der 5. und 6. Stunde. Das Tauschen der Pausenzeiten wird sehr positiv wahrgenommen.

Die Hausaufgaben gemäß Runderlass Hausaufgaben (vgl. SchulG NRW) wurden nicht abgeschafft. Die JKS benennt diese lediglich um in „individuelle Übungsaufgaben“. Dies wird daran deutlich, dass die Kinder nicht mehr alle die gleichen Hausaufgaben (zB Zebraheft S. 24, Nr. 1-5) haben, sondern alle an unterschiedlichen, ihren Bedürfnissen angepassten Übungen arbeiten. Gemäß Runderlass sollen Aufgaben die individuelle Förderung unterstützen und sie können dazu dienen, das im Unterricht Erarbeitete einzuprägen, einzuüben und anzuwenden. Die Klassenlehrkraft wird in Abhängigkeit der Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit und Neigung jedes einzelnen Kindes diese Aufgaben vergeben. Somit ist der Hausaufgaben-Erlass erfüllt.

Eine Rückmeldung darüber, was das Kind individuell üben, vertiefen, wiederholen, festigen soll und der Austausch zwischen Elternhaus und Schule erfolgt entweder über den FLiP-Plan oder das Mitteilungsheft.

An der JKS gibt es ständige „Haus“-Aufgaben für alle Kinder. Non-OGS-Kinder erledigen diese idR zu Hause, OGS-Kinder haben die Möglichkeit, diese in den OGS-Klassenstunden zu erledigen.

Ständige Aufgaben sind zB

  • tägliches Lesen, Lies-mal-Hefe, Antolin, …,
  • tägliches Kopfrechnen (zB 1×1-Reihen, „verliebte Zahlen“, …),
  • Lernwörtertraining,
  • Stars-Hefte,
  • … (Diese Sammlung ist nicht abschließend und für alle Klassen verbindlich. Sie wird den Jahrgängen angepasst und auf den ersten Pflegschaftsabenden für die jeweilige Klasse festgelegt)

Wie arbeiten wir auf unser Ziel zu?

Das Schulteam hat in einem 2-Jahres-Plan festgelegt, welche Schritte zur Implementierung des FLiP-Konzeptes im Schulprogramm notwendig sind. Das Jahresthema der pädagogischen Konferenzen ist damit festgelegt bis August 2018.

Es wird pädagogische Ganztagskonferenzen zusammen mit dem OGS-Team geben – teilweise durch externe Begleitung wie zB das Kompetenzteam Köln.

Schulteammitglieder bilden sich zusätzlich extern fort und fungieren im Kollegium als Multiplikatoren, wenn sie die Inhalte in den Konferenzen einbringen.

Es ist ua ein Informationsabend zum Thema „Das Lernen lernen“ geplant, der allen Interessierten – Eltern und Schulteammitgliedern – offen steht.

Die Schulpflegschaft wird in regelmäßigen Abständen informiert, damit zB Neuerungen oder das Erreichen von Meilensteinen an die Eltern der JKS weitergegeben werden können.

Was ist geplant?

Wir wollen eine für alle Klassen einheitliche FLiP-Plan-Struktur erarbeiten, zur Transparenz gegenüber den Eltern und auch, damit jedes Kind in jeder Klasse die ähnlichen Rahmenbedingungen erhält. So erwarten wir einen positiven Einfluss auf das Drehtürenmodell (s. Kapitel „Individuelle Förderung“). Dies werden wir in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Wir werden überprüfen, ob es in allen Klassenräumen individuelle Lernecken geben kann (grüne Ecke für Sachunterricht, rote Ecke für Sprache, …). Dazu sollen auch neue Möbel angeschafft werden – sofern der Schulträger hierzu Mittel bereit stellen kann.

Lernzielkontrollen sollen individualisiert werden, so dass die Kinder den Zeitpunkt einer schriftlichen Überprüfung ihres Lernstoffes selbst wählen können. Lernzielkontrollen können dann zB heißen „Zeig, was Du kannst!“ Die Inhalte der Lernzielkontrollen sind auf den Stufen einheitlich – d.h. den zu erreichenden Kompetenzen des jeweiligen Faches im Lehrplan angepasst – und sollen durch die Fachkonferenzen erarbeitet werden.